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Pfadfinder

Was sind Pfadfinder?
Was bedeutet es wirklich, Pfadfinder zu sein?

Gemeinsam auf dem Weg

In der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam auf dem Weg. In Gruppen von Gleichaltrigen erleben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Gemeinschaft und übernehmen schrittweise Verantwortung für sich und die Gruppe. Dabei wird jedes Mitglied in seinen Wünschen und Hoffnungen ernst genommen.

Für sich und Andere einstehen zu können, muss erst einmal probiert werden. Erwachsene Leiterinnen und Leiter unterstützen diesen Prozess. Sie ermuntern die Mitglieder ihrer Gruppen, gemeinsam das Programm der Gruppe zu gestalten und darauf zu achten, dass es für jeden zu einer Bereicherung seiner Persönlichkeit wird. Sie begleiten die Kinder und Jugendlichen bei ihren Unternehmungen und sehen ihre Aufgabe vor Allem darin, junge Leute in ihrer Entwicklung zu stärken und ihre individuellen Begabungen zu fördern. Auf diese Weise setzen sich die erwachsenen Leitungskräfte des Verbandes als Partner und Anwalt von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen für deren Anliegen und Interessen ein.

Pfadfinder sein heißt: Sich aufrichtig und offen in die Gruppen des Verbandes einbringen und gemeinsam mit Anderen das Leben der Gruppe gestalten.

Pfadfinder sein heißt: Vordringen in Gebiete, die noch niemand kennt.

Pfadfinder sein heißt: Sich neuen Erfahrungen öffnen, sich auf Abenteuer einlassen, sich freimachen von Zwängen immer wiederkehrender Abläufe.

Die Pfadfinderbewegung ist damit ein Weg für Menschen, die nicht stecken bleiben wollen im Erreichten und die sich für mehr Menschlichkeit, Frieden und eine lebenswerte Umwelt engagieren.

Leitlinien

DPSG-Pfadfinder haben nicht, wie es das Klischee oft behauptet, strenge Gesetze oder die Pflicht zur „täglichen guten Tat“. Statt dessen hat der Verband das alte Pfadfindergesetz in die Form von vier Leitlinien gebracht, an die wir uns aus freiem Willen halten, jeder so weit, wie es ihm persönlich möglich ist.

Die Leitlinien lauten:

  • Leben in Freiheit
    Natur erleben, kennenlernen, sie bewahren und pflegen; Persönlichkeit ausleben zu dürfen; Meinungsfreiheit und Toleranz; in dem Bewusstsein, dass es keine Freiheit ohne Grenzen gibt.
  • Leben in Hoffnung
    unser Handeln basiert auf dem christlichen Glauben, die Zukunft gemeinsam positiv gestalten zu können, und dass unsere Pfadfinderarbeit Bestand hat und weitergegeben wird.
  • Leben in Wahrheit
    Ehrlichkeit zu sich selbst; Ehrlichkeit und Offenheit anderen gegenüber; zuzugeben, einen Fehler gemacht zu haben; Wahrheiten akzeptieren, auch wenn sie schmerzlich sind; zuverlässig zu sein; Vertrauen aufzubauen und das entgegengebrachte Vertrauen nicht zu missbrauchen.
  • Leben in tätiger Solidarität
    Hilfsbereit zu sein, im Rahmen unserer Möglichkeiten; Außenseiter zu integrieren; soziales Engagement für Benachteiligte; gemeinsam Entscheidungen treffen und jeder steht dazu; zu erkennen, wo unsere Hilfe nötig ist.

Die wichtigsten Grundsätze in Kürze:

Learning by doing
… bedeutet, dass das gemeinsame Tun und Erleben, das Ausprobieren und Wagen ungewöhnlicher Dinge, Grundlage für die Lernerfahrung der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in der DPSG ist.

Look at the boy / girl
… heißt für uns, dass wir in unserer pfadfinderischen Jugendarbeit an den Bedürfnissen und Interessen der Kinder und Jugendlichen ansetzen.

Paddle your own canoe
… bedeutet, dass unsere Jugendarbeit die zunehmende Selbstbestimmung der Kinder und Jugenlichen zum Ziel hat, um sie zum eigenen Denken, Handeln und Artikulieren ihrer eigenen Interessen im fairen Miteinander zu befähigen.

Look at the situation
… bedeutet, dass die DPSG kein rückwärtsgewandter, traditionalistischer Jugendverband ist, sondern ihre Aufgabe darin sieht, ein zeitgemäßes Pfadfindertum in Wechselwirkung mit den gesellschaftlichen Bedingungen zu entwickeln und zu leben.